PS6 wird mit einer erwarteten Spieler-Funktion ausgestattet

Junger Mann spielt Videospiel an modernem Gaming-Setup mit Monitor

699,99 Dollar für eine Konsole, die endlich das hält, was die PlayStation-Community seit Jahren fordert – Abwärtskompatibilität über mehrere Generationen hinweg. Genau das deutet der bekannte Hardware-Leaker Moore’s Law Is Dead im Podcast Broken Silicon an, wenn er von einem internen Sony-Dokument spricht, in dem „back compat PS4, PS5″ schwarz auf weiß steht.

Was die Leaks zur PS6-Abwärtskompatibilität wirklich aussagen

Moore’s Law Is Dead behauptet, Einblick in ein internes Sony-Dokument gehabt zu haben. Darin tauchen sowohl die stationäre Konsole – unter dem Codenamen Orion gehandelt – als auch das portable Modell namens Canis auf. Beide sollen PS6-, PS5- und PS4-Spiele nativ ausführen können. Das ist keine vage Andeutung, sondern eine konkrete Formulierung in einem Firmenpapier.

Besonders interessant : Canis wird nicht als abgespeckte Handheld-Variante beschrieben, sondern als vollwertige PS6 im tragbaren Format. Laut den Leaks verfügt das Gerät über einen GPU, der leistungsstärker sein soll als der einer Xbox Series S. Das wäre, wenn es stimmt, ein echter Paradigmenwechsel für portable Gaming-Hardware.

Der Zeitplan dieser Dokumente zielt auf einen Launch zwischen Ende 2027 und Anfang 2028. Zur Einordnung : Die PS5 erschien im November 2020 – ein Abstand von rund sieben bis acht Jahren wäre also durchaus im Rahmen des Üblichen für Sony.

Aspekt PS5 PS6 (Leaks)
Kompatible Vorgänger PS4 PS4 + PS5 (nativ)
Portable Version Nein Ja (Canis)
Geschätzter Preis 499 € ~650 € (spekulativ)
Geplanter Launch November 2020 2027–2028

Zum Preis kursiert eine Zahl von 699,99 Dollar für das Basismodell – ohne Disc-Laufwerk, mit einer 1-TB-SSD. Offen gesagt : Diese Angabe bleibt hochspekulativ. Niemand sollte darauf wetten, bevor Sony selbst das Wort ergreift.

Was native Kompatibilität für deine Spielesammlung bedeutet

Stell dir vor, du legst deine alte God of War-Disc in die PS6 und das Spiel startet einfach. Keine Umwege, kein Neukafen. Genau das wäre das praktische Ergebnis nativer Abwärtskompatibilität mit PS4 und PS5. Physische Datenträger würden mit einem Laufwerk oder einem externen Reader funktionieren.

Für digitale Bibliotheken liegt die logischste Lösung auf der Hand : Kontinuität über den PSN-Account, genau wie beim Übergang von PS4 auf PS5. Alle über den PS Store gekauften Titel sowie Spiele aus dem PS Plus-Abo würden automatisch auf der neuen Konsole verfügbar sein – lokal herunterladbar, ohne Aufpreis.

Darüber hinaus darf man mit gezielten Performance-Verbesserungen rechnen :

  • Stabilere Framerates bei anspruchsvollen Titeln
  • Höhere Auflösungen ohne erneuten Kauf
  • Deutlich kürzere Ladezeiten dank schnellerer SSD
  • Systemprofile oder PS6-Patches für ausgewählte Spiele

Das wäre Sonys direkte Antwort auf Microsofts aggressive Kompatibilitätspolitik. Xbox hat mit seiner generationenübergreifenden Strategie die Messlatte gesetzt. Sony hätte damit endlich die Chance, gleichzuziehen – und das nicht nur mit Marketing, sondern mit echter technischer Substanz.

Bis wohin könnte Sony die Kompatibilität wirklich ausdehnen ?

Mehrere Patente, die Mark Cerny – der Chefarchitekt der PS5 – unterzeichnet hat, beschreiben ein Emulationssystem, das Spiele automatisch analysiert und deren Ausführungsverhalten anpasst. Das Ziel laut diesen Dokumenten : Kompatibilität mit Titeln von der PS1 bis zur PS5. Das Patent mit der Referenz US-20220185075-A1 konkretisiert das weiter : eine evolutionäre Software-Emulation älterer Plattformen, ohne auf ihre ursprüngliche Hardware angewiesen zu sein.

Reuters bestätigte zudem, dass Sony AMD-Chips einsetzt, die von Haus aus Abwärtskompatibilität unterstützen. Die Kombination aus dieser Chip-Entscheidung, Cernys Patenten und den Hardware-Leaks ergibt ein kohärentes Bild : PS5 und PS4 dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit nativ laufen. PS3, PS2 und PS1 hingegen würden wohl über Emulation unterstützt – teils lokal, teils über PS Plus Premium im Cloud-Streaming.

Nichts davon ist offiziell. Sony hat kein einziges Detail zur PS6 bestätigt. Aber die Konvergenz aus technischen Patenten, bestätigten Chip-Vereinbarungen und glaubwürdigen Leaks verleiht diesem Szenario deutlich mehr Gewicht als eine gewöhnliche Gerüchteküche.

Wer heute eine PS4- oder PS5-Bibliothek aufgebaut hat, sollte sich eine konkrete Frage stellen : Lohnt es sich, jetzt noch in physische Spiele zu investieren, oder ist die digitale Schiene mit Blick auf die PS6 die klügere Wahl ? Angesichts der Gerüchte rund um das disc-lose Basismodell könnte ein externes Laufwerk langfristig unverzichtbar sein – zumindest für alle, die ihre alten Discs nicht im Regal verstauben lassen wollen. Das wäre mein konkreter Rat heute : Digital kaufen, aber das Laufwerk nicht wegwerfen.

Jonas
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