Marcos Reus schwärmt von Klopps Deutschland-Berufung

Mann in schwarzer Sportjacke im Stadiongang lächelnd

Marco Reus kennt Jürgen Klopp wie kaum ein anderer. Jahrelang hat er unter ihm bei Borussia Dortmund gespielt, Titel gewonnen, bittere Niederlagen erlebt. Wenn also ausgerechnet er jetzt öffentlich von einer möglichen Rückkehr Klopps auf die Trainerbank schwärmt, dann hat das Gewicht.

Reus und Klopp : eine Verbindung, die über den Fußball hinausgeht

Die gemeinsame Zeit beim BVB zwischen 2008 und 2015 hat Spuren hinterlassen. Klopp formte den Verein zu einer echten Macht im europäischen Fußball, erreichte 2013 das Champions-League-Finale in Wembley und holte zweimal die Bundesliga-Meisterschaft. Reus war dabei ein zentrales Element, ein Spieler, der unter Klopps Pressing-Philosophie aufblühte und sich zum Nationalspieler entwickelte.

Heute, im Juli 2026, ist die Situation eine völlig andere. Reus hat seine aktive Karriere beendet, Klopp hat sich nach seiner Zeit beim FC Liverpool eine ausgedehnte Pause gegönnt. Doch nun steht offenbar ein neues Kapitel an : die Berufung von Jürgen Klopp als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft.

Reus reagiert auf diese Perspektive mit unverhohlenem Enthusiasmus. « Ein perfekter Trainer für diese Aufgabe », soll er geäußert haben. Für jemanden, der Klopp nicht nur als Coach, sondern auch als Mensch erlebt hat, klingt das wie eine ehrliche Überzeugung, nicht wie eine höfliche Floskel.

Zeitraum Station Größter Erfolg
2001-2008 FSV Mainz 05 Aufstieg in die Bundesliga
2008-2015 Borussia Dortmund 2x Bundesliga-Meister, CL-Finale
2015-2024 FC Liverpool Champions League 2019, Premier League 2020
Ab 2026 (geplant) DFB-Nationalmannschaft noch ausstehend

Diese Karriere spricht für sich. Wer auf drei Kontinenten Titel holt und Spieler besser macht, bringt genau das mit, was der DFB gerade braucht.

Warum Klopp der richtige Mann für den DFB wäre

Die deutsche Nationalmannschaft steckt seit Jahren in einer Identitätskrise. Das frühe Ausscheiden bei der WM 2022 in Katar, die gemischten Ergebnisse danach, die schwierige Suche nach einem klaren Spielstil. Die Heim-EM 2024 brachte zwar einen Stimmungsaufschwung, reichte aber nicht zum Titel. Genau in diesem Kontext bekommt die Diskussion um Klopp eine besondere Brisanz.

Klopp steht für Intensität, für kollektives Pressing und für eine Fähigkeit, Mannschaften emotional zu einen. Er hat beim FC Liverpool zwischen 2015 und 2024 bewiesen, dass er langfristig denken kann. Unter seiner Führung gewann Liverpool 2019 die Champions League und 2020 erstmals seit 30 Jahren wieder die englische Meisterschaft. Das sind keine zufälligen Ergebnisse.

Drei Punkte sprechen besonders deutlich für seine Eignung als Bundestrainer :

  1. Seine tiefe Kenntnis des deutschen Fußballs und seiner Talente
  2. Seine Fähigkeit, eine Gruppenidentität zu schaffen, die über individuelle Qualität hinausgeht
  3. Sein natürlicher Draht zur deutschen Öffentlichkeit, die ihn schon lange als eine Art Nationalfigur betrachtet

Reus sieht das offensichtlich genauso. Und wer, wenn nicht er, kann diese Einschätzung glaubwürdig vertreten ? Er hat Klopp bei der Arbeit erlebt, in der Kabine, im Training, in Drucksituationen. Sein Urteil ist kein theoretisches.

Freilich gibt es auch kritische Stimmen. Manche bezweifeln, ob Klopp nach seiner langen Pause noch die taktische Frische mitbringt, um gegen die modernen Nationaltrainer-Konzepte Spaniens oder Frankreichs zu bestehen. Doch wer Klopp kennt, weiß : Er war nie ein Trainer, der auf der Stelle trat. Er entwickelt sich, er lernt, er passt sich an.

Was diese Ernennung für den deutschen Fußball bedeuten könnte

Jenseits der reinen Trainer-Qualitäten geht es bei Klopps möglicher Berufung auch um ein Signal. Der DFB würde damit zeigen, dass er bereit ist, auf Strahlkraft zu setzen, auf eine Persönlichkeit, die sowohl die Spieler als auch die Fans mitreißt. Das ist nach Jahren des Verwaltens keine Kleinigkeit.

Klopp hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihm die Nationalmannschaft am Herzen liegt. Er wurde mehrfach als potenzieller Bundestrainer gehandelt, lehnte früher stets ab, weil er laufende Verpflichtungen hatte. Jetzt ist das anders. Mit 58 Jahren, frisch aus einer längeren Auszeit, könnte er die Energie und Distanz mitbringen, die ein solches Amt verlangt.

Für Reus wäre es sicherlich auch persönlich bewegend, seinen ehemaligen Coach auf dem größten Trainerposten des deutschen Fußballs zu sehen. Aber sein Kommentar ist mehr als Nostalgie. Er verweist auf eine nüchterne Einschätzung : Klopp kann das, er hat es bewiesen, und Deutschland braucht genau das jetzt.

Wer die Entwicklung des deutschen Fußballs in den nächsten Jahren verfolgen will, dem sei empfohlen, die offizielle Bekanntmachung des DFB genau zu beobachten. Denn wenn Klopp tatsächlich kommt, dürfte sich einiges verändern, vom Spielstil bis zur Atmosphäre rund um die Nationalmannschaft. Das wäre kein kosmetischer Wechsel, sondern ein echter Neustart.

Elena
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