Syracuse schließt Autohändler wegen DMV- und Stadtrechtsverstößen

Syracuse schließt Autohändler wegen DMV- und Stadtrechtsverstößen

Die Stadt Syracuse im US-Bundesstaat New York hat rechtliche Schritte eingeleitet, um einen Autohandel zu schließen, der seit Jahren gegen bundesstaatliche und städtische Vorschriften verstößt. Der Betrieb an der S. Geddes Street 634 steht unter massiver Kritik von Behörden, die dem Unternehmen vorwerfen, unsichere Fahrzeuge verkauft und nie über die erforderlichen Genehmigungen verfügt zu haben.

Schwerwiegende Verstöße gegen Zulassungsbestimmungen dokumentiert

Ermittler der staatlichen Kraftfahrzeugbehörde DMV haben zwischen September 2024 und Februar 2025 mindestens 124 illegale Fahrzeugverkäufe bei Nembhard’s Auto Sales festgestellt. Die Untersuchungen ergaben, dass zahlreiche Wagen nicht verkehrssicher waren oder die notwendigen Unterlagen fehlten. Besonders alarmierend : Die DMV-Lizenz des Betriebs wurde bereits 2018 suspendiert und 2021 vollständig widerrufen.

Jake Dishaw, stellvertretender Kommissar für Bauordnung und Zonenverwaltung, bestätigt in seinem Bericht an den Stadtrat das wiederholte betrügerische Geschäftsgebaren. Die staatliche Behörde wirft dem 39-jährigen Inhaber Ian Nembhard vor, seine Beteiligung an illegalen Verkäufen zu leugnen und vereinbarte Termine systematisch zu ignorieren. Ein DMV-Sprecher lehnte detaillierte Stellungnahmen aufgrund laufender Ermittlungen ab.

Die Historie des Unternehmens zeigt ein besorgniserregendes Muster : Seit 2013 offiziell lizenziert, häuften sich ab 2015 Klagen unzufriedener Kunden. Ab 2020 folgten steuerrechtliche Mahnbescheide, während sich die Verstöße gegen Vorschriften kontinuierlich vermehrten.

Systematische Missachtung städtischer Bauvorschriften

Die Stadt Syracuse dokumentiert eine lange Liste ignorierter Anweisungen. Im August 2024 erhielt der Betrieb erstmals Anordnungen zur Behebung von Baurechtsverstößen mit Frist bis Monatsende. In den folgenden Monaten bis Oktober stapelten sich Verwarnungen, Unterlassungsanordnungen und Baustopps – ohne erkennbare Reaktion des Inhabers.

Das ehemalige Autowaschgebäude wurde ohne Genehmigungen für verschiedene Zwecke genutzt. Die Stadt listet Verstöße in folgenden Bereichen auf :

  • Fahrzeugmontage ohne entsprechende Erlaubnis
  • Unzulässiger Autoverkauf trotz fehlender Lizenzen
  • Ungenehmigte Errichtung eines Convenience-Stores
  • Verstöße gegen Brandschutzauflagen

Am 31. Oktober reichte die Stadt eine Klage ein, um gerichtlich die Beseitigung der Verstöße zu erzwingen. Bei Nichterfüllung drohen Geldstrafen von 100 Dollar pro Tag und Verstoß. Dishaw betont die Unmöglichkeit, dass Nembhard von den Anordnungen nichts wusste : Jedes Dokument wurde postalisch an seine Privatadresse verschickt, zusätzlich wurde eine Kopie persönlich am Geschäftssitz übergeben – mit fotografischer Dokumentation.

Zeitraum Maßnahme Status
2018 DMV-Lizenz suspendiert Nicht behoben
2021 DMV-Lizenz widerrufen Weiterhin aktiv
August 2024 Erste Baurechtsverstöße Unbearbeitet
Oktober 2024 Gerichtliche Klage eingereicht Anhängig

Widersprüchliche Darstellungen des Geschäftsinhabers

Ian Nembhard aus Salina zeigt sich überrascht über die Vorwürfe. Er beteuert, niemals wissentlich unsichere Fahrzeuge verkauft oder Menschen gefährdet zu haben. Seine Darstellung widerspricht jedoch den behördlichen Feststellungen fundamental : Er behauptet, lediglich eine Servicewerkstatt zu betreiben, die Autopflege, Ölwechsel, Reifenservice und Autowäschen anbietet.

Für Fahrzeugverkäufe macht Nembhard das georgische Unternehmen The Auto Plug LLC verantwortlich, das angeblich die rechtliche Berechtigung für Handel besitzt. Diese Firma war für Stellungnahmen nicht erreichbar. Nembhard gibt außerdem an, keine städtischen Anordnungen erhalten zu haben und glaubt, alle Verstöße seien beim letzten Inspektorenbesuch geklärt worden.

Dishaw weist diese Behauptungen energisch zurück : « Wenn er wirklich kooperieren wollte, würde er durch Fortschritte bei unseren Forderungen zeigen. Das ist überhaupt nicht geschehen. » Die Stadt sieht keinerlei Bemühungen zur Einhaltung der Vorschriften und betrachtet die Aussagen als Verzögerungstaktik.

Rechtliche Konsequenzen und behördliche Entschlossenheit

Der Gemeinderat führte am Mittwochabend um 17 :30 Uhr im Rathaus eine öffentliche Anhörung zum Widerruf der Sondergenehmigungen durch. Nach der Bürgerbeteiligung folgt eine interne Diskussion vor der Abstimmung über den Lizenzentzug. Ein erfolgreicher Widerruf würde die sofortige Geschäftsschließung bedeuten.

Parallel verfolgt die Stadt den Gerichtsfall, der zu erheblichen Geldstrafen und richterlichen Anordnungen gegen Nembhard führen könnte. Dishaw unterstreicht die Dringlichkeit : « Ein gefährlicher Betrieb wie dieser hat größere Auswirkungen auf eine Gemeinde, als Menschen sich vorstellen. Wir arbeiten hart daran, unsere Gemeinschaft zu schützen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. »

Nembhard kündigte an, einen Anwalt zu konsultieren und an der Ratssitzung teilzunehmen. Die zweispurige Vorgehensweise der Stadt – sowohl administrative Genehmigungsentziehung als auch gerichtliche Durchsetzung – zeigt die Entschlossenheit, den umstrittenen Betrieb endgültig zu schließen. Die Behörden betonen, dass solche Fälle exemplarisch für ihren Einsatz zur Gewährleistung öffentlicher Sicherheit stehen.

hanna
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