Am 23. Juli 2025 schrieb Spaniens Nationalteam Geschichte im Schweizer Fußball-Sommer. Mit einem dramatischen 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Deutschland sicherten sich die Weltmeisterinnen den Einzug ins Finale der Frauen-Europameisterschaft. Nun wartet am Sonntag in Basel ein Wiedersehen mit England – eine Neuauflage des WM-Finals von 2023.
Bonmatis Geniestreich entscheidet das Halbfinale
Die spanische Mannschaft bewies einmal mehr, warum sie seit zwei Jahren den europäischen Frauenfußball dominiert. Doch der Weg ins Finale war alles andere als einfach gegen ein deutsches Team, das sich über 113 Minuten lang leidenschaftlich wehrte.
Aitana Bonmati, die zweifache Ballon d’Or-Gewinnerin, krönte ihre brillante Leistung mit dem entscheidenden Treffer in der 113. Minute. Nach einer beeindruckenden Ballannahme überwand sie die deutsche Torhüterin Ann-Katrin Berger mit einem präzisen Schuss ins kurze Eck – ihr erster und wichtigster Treffer im Turnier.
Die technischen Fähigkeiten und das raumgreifende Spiel der Barcelona-Mittelfeldspielerin, die sich kurz vor dem Turnier von einer Meningitis erholt hatte, waren der Schlüssel zum Erfolg. Während die zweifache Weltfußballerin Alexia Putellas eher unauffällig blieb, war Bonmati sowohl defensiv als auch offensiv die prägende Akteurin auf dem Platz.
Für die spanische Mannschaft bedeutet dieser Triumph auch einen historischen Erfolg: Es ist der erste Sieg gegen Deutschland überhaupt – sei es in Freundschaftsspielen oder großen Turnieren. Gleichzeitig ist es eine kleine Revanche für die 0:1-Niederlage im Spiel um Bronze bei den Olympischen Spielen in Paris.
Deutschlands beeindruckender Widerstand
Die deutsche Mannschaft zeigte trotz personeller Probleme – Kapitänin Giulia Gwinn fiel verletzt aus, zwei weitere Spielerinnen waren gesperrt – eine bemerkenswerte Leistung. Besonders in der zweiten Halbzeit erspielte sich das Team von Trainer Christian Wück gute Chancen und setzte die Spanierinnen unter Druck.
Die deutsche Torhüterin Ann-Katrin Berger lieferte eine Weltklasse-Vorstellung ab. Mit mehr als 15 Paraden hielt sie ihr Team lange im Spiel und knüpfte damit an ihre starke Leistung im Viertelfinale gegen Frankreich an. Besonders in der Schlussphase der ersten Halbzeit, als Spanien mehrere Großchancen hatte, bewies Berger ihre Klasse:
- Parade gegen Esther González nach präziser Vorlage von Irene Paredes (45.+1)
- Reaktionsschnelle Abwehr mehrerer Schüsse zwischen der 40. und 45. Minute
- Rettung beim Kopfball von Kapitänin Paredes, der nur den Pfosten traf (41.)
Giovanna Hoffmann, die anstelle von Starspielerin Lea Schüller in der Startelf stand, sorgte mit ihrer physischen Präsenz für Probleme in der spanischen Abwehr. Die deutsche Mannschaft kämpfte bis zur letzten Minute – Carlotta Wamser hatte in der Schlussphase sogar zwei vielversprechende Gelegenheiten zum Ausgleich.
Der teamorientierte Ansatz wurde durch kleine Gesten sichtbar: Kleinherle, die während der Verlängerung mit einer Knieverletzung ausscheiden musste, wurde von der gesamten Bank getröstet. Die verletzte Gwinn versorgte ihre Mitspielerinnen mit Getränken, während Sarai Linder die Fans an der Seitenlinie anfeuerte.
Der Weg ins Finale und die historische Bedeutung
Mit diesem Erfolg steht Spanien nun kurz davor, nach dem WM-Titel auch die Europameisterschaft zu gewinnen – eine beeindruckende Doppelleistung, die den Aufstieg des spanischen Frauenfußballs unterstreicht.
| Team | EM-Titel | Letzte Finalteilnahme |
|---|---|---|
| Deutschland | 8 | 2022 |
| England | 1 | 2022 (Sieg) |
| Spanien | 0 | Erste Finalteilnahme |
Deutschland verpasste trotz aller Bemühungen die Chance auf den neunten EM-Titel. Die spanische Torhüterin Cata Coll trug mit einer entscheidenden Parade in der Nachspielzeit (90.+4) ebenfalls zum Erfolg bei.
Das Finale am Sonntag in Basel verspricht ein hochklassiges Duell zwischen den aktuellen Weltmeisterinnen aus Spanien und den amtierenden Europameisterinnen aus England zu werden. Für die Spanierinnen ist es nicht nur die erste EM-Finalteilnahme, sondern auch die Chance, ihre Dominanz im Weltfußball zu zementieren.
Spaniens technische Überlegenheit gegen Englands Turniererfahrung
Das spanische Spiel, geprägt von technischer Finesse und Ballkontrolle in engen Räumen, hat sich als dominante Kraft im europäischen Frauenfußball etabliert. Gegen England wird es zu einem faszinierenden Stilkontrast kommen.
Die Engländerinnen unter Trainerin Sarina Wiegman haben sich als Turniermannschaft etabliert. Nach dem EM-Triumph 2022 im eigenen Land und der Finalteilnahme bei der WM 2023 haben sie bewiesen, dass sie in entscheidenden Momenten ihre beste Leistung abrufen können.
Das Finale wird folgende entscheidende Faktoren haben:
- Die Leistung der Schlüsselspielerinnen – besonders Bonmati auf spanischer Seite
- Die taktische Ausrichtung von Spaniens Trainerin Montse Tomé gegen Wiegmans bewährtes System
- Die mentale Stärke beider Teams nach intensiven Halbfinalspielen
- Die Erfahrung aus dem WM-Finale 2023, das Spanien für sich entscheiden konnte
Die Begegnung am Sonntag in Basel markiert den Höhepunkt eines Turniers, das die wachsende Qualität und Popularität des Frauenfußballs in Europa unter Beweis gestellt hat. Beide Mannschaften haben die Chance, Geschichte zu schreiben – Spanien mit dem WM-EM-Double, England mit der erfolgreichen Titelverteidigung.
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