Der Automobilmarkt im vierten Quartal 2025 offenbarte deutliche Verschiebungen zwischen verschiedenen Herstellern und Modellen. Während einige Marken ihre Position festigen konnten, mussten andere herbe Rückschläge hinnehmen. Die Verkaufszahlen spiegeln veränderte Verbraucherpräferenzen und strategische Neuausrichtungen wider, die das Branchenbild nachhaltig prägen werden.
Koreanische Hersteller dominieren mit Rekordverkäufen
Die südkoreanischen Automobilhersteller setzten 2025 ihre Erfolgsgeschichte fort und verzeichneten bemerkenswerte Wachstumsraten. Kia überschritt zum ersten Mal die Schwelle von 800.000 verkauften Einheiten und erreichte mit 852.155 Fahrzeugen einen Zuwachs von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Leistung markierte das dritte aufeinanderfolgende Jahr mit Absatzrekord für die Marke.
Das Sportage-SUV fungierte als wichtigster Verkaufstreiber mit 182.823 verkauften Exemplaren, was einem Anstieg von 13 Prozent entspricht. Der Kleinbus Carnival legte besonders eindrucksvoll zu und verzeichnete mit 71.917 Einheiten ein Plus von 44 Prozent. Das große SUV-Modell Telluride steigerte sich um 7 Prozent auf 123.281 Fahrzeuge, während die Limousine K5 mit einem beeindruckenden Sprung von 57 Prozent auf 72.751 Einheiten glänzte.
Hyundai setzte ebenfalls Maßstäbe und verkaufte 901.686 Fahrzeuge, was einem Wachstum von 8 Prozent entspricht. Der Tucson führte das Portfolio mit 234.230 verkauften Einheiten an, unterstützt von einem Wachstum von 14 Prozent. Der Santa Fe legte um 20 Prozent auf 142.404 Fahrzeuge zu, während der Palisade mit 123.929 Einheiten einen Zuwachs von 13 Prozent verbuchen konnte.
Japanische Marken mit unterschiedlichen Entwicklungen
Toyota erzielte mit 2.147.811 verkauften Fahrzeugen das beste Ergebnis seit 2017 und steigerte sich um 8 Prozent. Bemerkenswert : Fast die Hälfte aller verkauften Modelle verfügte über einen elektrifizierten Antrieb. Die Hybridpalette wuchs um 19 Prozent, wobei der nun ausschließlich als Hybrid erhältliche Camry mit 316.185 Einheiten maßgeblich zu diesem Erfolg beitrug.
Weitere starke Performer waren der Grand Highlander mit einem spektakulären Anstieg von 91 Prozent auf 136.801 Fahrzeuge und der Land Cruiser, der um 51 Prozent auf 43.946 Einheiten zulegte. Der Pick-up Tacoma steigerte sich um 42 Prozent auf 274.638 verkaufte Exemplare und demonstrierte die anhaltende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen.
| Hersteller | Gesamtverkäufe 2025 | Veränderung zu 2024 | Bestseller-Modell |
|---|---|---|---|
| Kia | 852.155 | +7% | Sportage (182.823) |
| Hyundai | 901.686 | +8% | Tucson (234.230) |
| Toyota | 2.147.811 | +8% | Camry (316.185) |
| Honda | 1.297.144 | ±0% | Passport (55.231) |
Honda bewegte sich auf Vorjahresniveau mit 1.297.144 verkauften Fahrzeugen. Der neue Passport der vierten Generation entwickelte sich jedoch zum überraschenden Erfolg und steigerte die Verkäufe um 70 Prozent auf 55.231 Einheiten. Nissan profitierte ebenfalls von einer Modellauffrischung : Der Murano in vierter Generation verkaufte sich 42.747 Mal, was einer Steigerung von 121 Prozent entspricht.
Dramatische Einbrüche bei amerikanischen und europäischen Marken
Während asiatische Hersteller florierten, kämpften traditionelle amerikanische und europäische Marken mit erheblichen Absatzrückgängen. Dodge erlebte mit einem Minus von 28 Prozent auf 101.927 Fahrzeuge ein besonders schwieriges Jahr. Der Wegfall der benzinbetriebenen Charger- und Challenger-Modelle hinterließ eine spürbare Lücke, die der elektrische Charger Daytona mit lediglich 7.421 verkauften Einheiten nicht ansatzweise füllen konnte.
Folgende Faktoren trugen zu Dodges Problemen bei :
- Einstellung der erfolgreichen Muscle-Car-Modelle nach 2023
- Schwacher Start des elektrischen Charger Daytona
- Rückgang des Hornet um 54 Prozent auf 9.365 Einheiten
- Produktionsverschiebung für das Modelljahr 2026
Alfa Romeo musste einen noch drastischeren Absturz von 36 Prozent auf lediglich 5.652 verkaufte Fahrzeuge hinnehmen. Sowohl Giulia als auch Stelvio verzeichneten Rückgänge von 41 Prozent, während der Tonale um 29 Prozent einbrach. Verzögerungen bei der Einführung neuer Modelle verschärften die Situation zusätzlich.
Volkswagen kämpfte ebenfalls mit Gegenwind und verlor 13 Prozent seiner Verkäufe. Der Tiguan, das meistverkaufte Modell der Marke, fiel um 17 Prozent auf 78.621 Einheiten zurück. Die Limousine Jetta büßte 24 Prozent ein und erreichte 54.291 Verkäufe, während Golf GTI und Golf R trotz Auszeichnungen Rückgänge von 35 beziehungsweise 21 Prozent verzeichneten.
Veränderte Präferenzen im Kompaktsegment
Mazdas kleinste Modelle erlitten signifikante Verluste im vergangenen Jahr. Der Mazda 3 ging um 25 Prozent auf 29.266 Einheiten zurück, wobei die Fließheck-Variante mit einem Minus von 35 Prozent besonders betroffen war. Der CX-30 brach dramatisch um 41 Prozent auf 56.684 Fahrzeuge ein, nachdem im Vorjahr noch fast 100.000 Einheiten verkauft wurden.
Auch Subarus Performance-Ikone WRX verlor massiv an Boden und verzeichnete einen Einbruch von 41 Prozent auf lediglich 10.930 verkaufte Exemplare. Im Vergleich zu 2023, als noch 24.681 Einheiten abgesetzt wurden, markiert dies einen besorgniserregenden Trend für das ehemals beliebte Sportmodell. Der BRZ musste ebenfalls Federn lassen und verkaufte sich mit 2.882 Einheiten um 14 Prozent schlechter.
Diese Entwicklungen verdeutlichen die Herausforderungen etablierter Hersteller in einem sich schnell wandelnden Automobilmarkt, während flexible Unternehmen mit attraktiven Produktpaletten die Gunst der Käufer gewinnen.
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