Die französische Frauenfußballnationalmannschaft erlebte am 19. Juli 2025 eine bittere Enttäuschung im Viertelfinale der Europameisterschaft. In einem dramatischen Spiel gegen Deutschland mussten sich Les Bleues trotz numerischer Überlegenheit im Elfmeterschießen geschlagen geben und scheiterten erneut an der Viertelfinal-Hürde.
Dramatisches Viertelfinalduell in Basel endet mit französischer Enttäuschung
Im Parc Saint-Jacques zu Basel wurde am Samstag ein Fußballklassiker geschrieben. Die französische Nationalmannschaft dominierte über weite Strecken das Spiel gegen eine deutsche Mannschaft, die früh durch eine rote Karte dezimiert wurde. Dennoch gelang es dem Team von Laurent Bonadei nicht, die numerische Überlegenheit in einen Sieg umzumünzen.
Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit und Verlängerung musste das Elfmeterschießen entscheiden. Hier zeigte sich die deutsche Mannschaft nervenstärker und gewann mit 6:5, nachdem Amel Majri und Alice Sombath ihre Elfmeter verschossen hatten. « Wir sind im Viertelfinale ausgeschieden. Mir fehlen die Worte, ich bin enttäuscht und traurig », äußerte Kapitänin Griedge Mbock nach dem Spiel.
Die französische Mannschaft verlässt den Wettbewerb ungeschlagen im eigentlichen Spielverlauf – eine statistische Kuriosität, die den Schmerz der Niederlage kaum lindert. Es ist bereits das siebte Mal in den letzten acht großen Turnieren, dass Frankreich im Viertelfinale scheitert.
Ein Spiel voller Wendungen und verpasster Chancen
Das Viertelfinalspiel bot zahlreiche dramatische Momente, die den Zuschauern in Basel den Atem stocken ließen. Die frühe rote Karte für eine deutsche Spielerin hätte eigentlich den Weg für einen französischen Erfolg ebnen sollen. Doch die Frauenteam zeigte beeindruckenden Kampfgeist und Widerstandsfähigkeit gegen die numerisch überlegenen Französinnen.
Zwei Elfmeter, zwei wegen Abseits aberkannte Tore, eine Verlängerung, eine heroische Rettungsaktion auf der Torlinie und ein Lattentreffer – das Spiel hatte alles, was ein Fußball-Drama ausmacht. Die entscheidenden Momente lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Frühe rote Karte für Deutschland
- Ausgleichstreffer der deutschen Mannschaft trotz Unterzahl
- Mehrere vergebene Großchancen der französischen Offensive
- Zwei aufgrund von Abseitsstellungen nicht anerkannte Tore
- Dramatisches Elfmeterschießen mit zwei französischen Fehlschüssen
Trotz der Enttäuschung sah Nationaltrainer Laurent Bonadei positive Aspekte: « Ich finde, dass diese Mannschaft Fortschritte gemacht hat. Sie hat viel Hoffnung gegeben, deshalb gibt es auch Enttäuschung und Frustration. »
Die französische Elfmeter-Tragödie im Detail
Das Elfmeterschießen entwickelte sich zum Nervenkampf, bei dem die deutsche Mannschaft letztendlich die besseren Nerven bewies. Nach jeweils fünf Schützen stand es unentschieden, bevor in der Verlängerung des Elfmeterschießens die Entscheidung fiel.
| Schützin | Team | Ergebnis |
|---|---|---|
| Schützin 1 | Frankreich | Getroffen |
| Schützin 1 | Deutschland | Getroffen |
| Schützin 2 | Frankreich | Getroffen |
| Schützin 2 | Deutschland | Getroffen |
| Amel Majri | Frankreich | Verschossen |
| Schützin 3 | Deutschland | Getroffen |
| Alice Sombath | Frankreich | Verschossen |
| Schützin 4 | Deutschland | Getroffen – Sieg |
Der entscheidende Fehlschuss von Alice Sombath besiegelte das französische Schicksal. Die junge Verteidigerin konnte ihre Tränen nach dem Spiel nicht zurückhalten, wurde aber von ihren Teamkolleginnen getröstet. In solchen Momenten zeigt sich der wahre Teamgeist einer Mannschaft, die trotz der Niederlage zusammenhält.
Die französische Offensivleistung unter der Lupe
Besonders frustrierend für die französische Mannschaft war die mangelnde Effizienz im Abschluss. Trotz zahlreicher Chancen und fast zweistündiger Überzahl gelang es nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Kapitänin Mbock brachte es auf den Punkt: « Wir haben an Effizienz gemangelt. Man muss dieser deutschen Mannschaft gratulieren, die in Unterzahl niemals aufgegeben hat. »
Die Viertelfinal-Blockade der Bleues bei großen Turnieren
Mit dieser Niederlage setzt sich eine beunruhigende Serie für die französische Frauennationalmannschaft fort. In sieben der letzten acht großen Turniere war im Viertelfinale Endstation. Diese Statistik wirft Fragen auf, ob es sich um ein mentales Problem handelt.
Der chronologische Verlauf der französischen Viertelfinal-Niederlagen:
- WM 2015: Niederlage gegen Deutschland
- Olympische Spiele 2016: Niederlage gegen Kanada
- EM 2017: Niederlage gegen England
- WM 2019: Niederlage gegen die USA
- Olympische Spiele 2021: Niederlage gegen USA
- WM 2023: Niederlage gegen Australien
- EM 2025: Niederlage gegen Deutschland
Diese wiederkehrenden Enttäuschungen werfen einen Schatten auf die ansonsten positive Entwicklung des französischen Frauenfußballs. Die Mannschaft zeigt regelmäßig starke Leistungen in der Gruppenphase, scheitert dann aber an der entscheidenden Hürde zum Halbfinale.
Deutschland trifft nun im Halbfinale auf Spanien und träumt vom nächsten EM-Titel. Für die französische Mannschaft beginnt hingegen die Phase der Analyse und Neuausrichtung. Trainer Bonadei betonte trotz der Enttäuschung die Fortschritte seines Teams und blickt optimistisch in die Zukunft des französischen Frauenfußballs.
- Michael kehrt nach 12 Jahren GTA 5 diese Woche ins Spiel zurück ! - décembre 9, 2025
- Deutschland reformiert sein marodes Rentensystem - décembre 8, 2025
- Subaru zeigt 2026 Outback Wilderness und Rettungshunde auf der LA Auto Show - décembre 2, 2025



